Tod im Spüliwasser 

Ein Floh ist tatsächlich in meine aus lockender Lampe und Spüliwasserteller gebaute Falle gehopst! So kann doch der Tag starten, mit Tod im Spüliwasser! Die Ameisen haben sich auch rar gemacht. Irgendwer muss aber täglich bei mir dran glauben, sonst bin ich nicht ausgeglichen in meinem energetischen Zyklus.

Vorbereitung vorm Flohurlaub

Vollgetankt für die Tour morgen. Was ist denn Tanken hier für eine bekloppte Prozedur?! Ich halte an der Zapfsäule, bin dankbar, dass der Tankdeckel aufgeht. Hänge den Zapfhahn rein, entscheide mich bei Gott sei Dank nur drei unverständlichen Auswahlmöglichkeiten an Benzin für die goldene Mitte – Knopf gedrückt. Nix passiert. Kind 1 eingepackt, Kind 2 eingepackt, Autotüren und entsprechend auch Tankdeckel abgeschlossen… Hoffentlich geht der gleich wieder auf… Zum Tankwart gelaufen. Der erklärt, ich muss vorher zahlen. Hä? Wie viele Gallonen passen in den Tank, wieviel ist das dann wert, ich weiß doch erst seit ein paar Tagen, was überhaupt eine Gallone ist! Ach so, es geht ja auch noch umständlicher: Ich zahle im Voraus irgendeinen aus der Luft gegriffenen Betrag und hole mir nach dem Tanken das Wechselgeld wieder ab. Malea also wieder an den Süßigkeiten vorbei manövriert, zum Auto, Tankdeckel geht auf! Getankt und mit Sack und Pack wieder hin und her. Da dauert Tanken mal gut 20 min.. Die Vorbereitungen für unseren Roadtrip morgen sind wieder um einen Haken bereichert. Ich parke im Hundescheißhof, ich will gar nicht rein ins Loch gehen. Da muss ich mich und Malea wieder im Slalom durch den Hundehaufen-Parcour lotsen. Hmm, mal neue Radiosender einprogrammieren.
Letztendlich habe ich mich doch ins Loch gewagt, habe fleißig Brot gebacken, gepackt, Auto beladen und alles für den ersten frühmorgendlichen Aufbruch vorbereitet. Sehr, sehr wenig geschlafen und jetzt um 6 Uhr morgens möchte Milan spielen…Klar, schlafen ist ja auch total langweilig.

  
Meine Kinder sind beide Frühaufsteher und ich kann vor 12h nachts ums Verrecken nicht einschlafen, erst recht nicht mit Flöhen im Bett. Entsprechend wird der Kaffeekonsum morgens erhöht, stillen hin, stillen her. Wenn alle um 8h wach sind, schläft Milan ja selig ein und antwortet mit nem Pups auf den Muttermilchcoffein-Shake.

Wollte bei diesem Morgenkaffee wieder meine übliche Verbrennungsverstümmelung zelebrieren…tatsächlich hab ich die beiden Batterien dieses Bite-Away-Geräts leer geknipst. Aber der herrliche Blick auf meine aufgestandene Tochter im Floh-Schutzanzug erheitert doch in Kombination mit Kaffee durchaus:

  
Und hier meine beiden Superstars vom Blick über die Kaffeetasse:

  

Akordwaschen

Malea, Milan und ich werden nun Stammgast im Waschsalon. Die Dollars verschwinden wie gewohnt in Rauchwölkchen. Ich hoffe, dass Hot Wash in etwa 60 Grad bedeutet und nicht 95 oder 40 – das eine macht zwar Flöhe und Motten kaputt, aber auch die Kleidung/Buggyeinsatz/Babydecke etc. – und 40 Grad bedeutet Verschleppung der Biester. Danach wird der Gefrierschrankinhalt ausgetauscht und im Auto zwischen gelagert. Das nächste Mal ziehen wir direkt in den Wohnwagen. Tatsächlich haben mich die Scheißviecher heute Nacht einigermaßen verschont, haben den fliehenden Braten gerochen und versuchen das Bestmögliche noch rauszuholen. Der Entschluss ist von meiner Seite gefasst: geplant organisierter Rückzug ohne Verschleppung der Biester und keine panische Evakuierung mit möglicherweise Bettwanzen im erstbesten Motel. Auf 40 Bisse mehr kommt es jetzt auch nicht mehr an. Wir verschwinden nach erstem Akordwaschen dann wie gestern auf den Spielplatz: image