3 Tipps, wenn einen Kinder in den Wahnsinn treiben

Es ist vollbracht, ich habe am hellichten Tag ohne Baulärm oder ähnliche mechanischen Krachmacher, Ohrstöpsel reingestopft. Das Geplärr und Gezanke der Kinder macht mich sonst verrückt, taub, schlecht gelaunt. Schäme ich mich? Nein, es ist ein herrlicher Zustand, alles um mich herum gedämpft wahrzunehmen und dabei freundlich und seelig zu lächeln. Da wird geflennt, mit den Füßen gestampft, unter Zornestränen gekrischen – ich bin derweil in Wolken gepackt, schaue mir das Spektakel aus sicherer auditiver Entfernung an. Ist doch für alle Beteiligten besser oder etwa nicht?

Der erste Tipp also: Wenn ein „Schub“, diese offensichtlich notwendigen Entwicklungsphasen (in einem Buch auch passend als dunkle graue Gewitterwolken symbolisiert) ansteht, das Kind/die Kinder, meine verbünden sich in ihren anstrengend-scheußlichen Eigenschaften gerne, werden sofort ohne schlechtes Gewissen Ohrstöpsel reingestopft. Es ist eine Wohltat für Ohren und Geist. Das ist sicherlich auch keine neue Erfindung von mir. Mein Tipp zum Tipp an dieser Stelle ist, nicht bis zur Schmerzgrenze monatelang/jahrelang (wie ich, wie dumm!) mit den Ohrstöpseln zu warten, neiiiiin, direkt schamlos reinstopfen und loslächeln!

Zweiter Tipp: Ich backe mir (und meiner Freundin mit Kind prophylaktisch direkt einen mit) mal wieder einen Hefezopf. Für die positive Stimmung einfach unerlässlich. Da darf der Kleinste auch ran. Mir doch egal, wenn da was Zucker drin ist und kleine Kinder eigentlich usw.., Hauptsache das Gebrüll hört für 15 Minuten auf. Frischer Hefezopf serviert, sofort sind a.l.l.e Gemüter selig. Ein Phänomen in diesem Hause.

Dritter Tipp: Sich einreden, es wird besser. Es wird nicht auf immer so ätzendes Gebrüll geben. Irgendwann hat jeder alle Zähne, kann jeder schlafen, kann jeder auf´s Klo, kann jeder als Beifahrer ganz normal Auto mitfahren, kann jeder Laufen und nicht nur Hinfallen. Alles ein Prozess. Eltern stecken mit ihren Kindern da mittendrin, ich sehe gerade auch den Wald vor lauter Bäumen nicht, aber es gibt ein Licht am Ende des Tunnels, ganz bestimmt. Und bis dahin konsequent Tipp 1 und 2 befolgen.

Und dann kommen die Pickel und der Liebeskummer. Dann wieder zurück zu Tipp 2 Hefezopf.

Erzähl´s weiter!

0 Gedanken zu “3 Tipps, wenn einen Kinder in den Wahnsinn treiben

  1. Ja, ich finde, auf so einer Ohrstöpselpackung sollte stehen: Rettet im Zweifel ihr Leben und das ihrer Kinder!

  2. Ohrstöpsel? Da gibt es doch diese Mickey Mouse Ohrenschützer für Bauarbeiter. Da hat frau nicht nur wohlige Ruhe, sondern sieht auch noch verdammt lustig aus.

    Schallgedämmte Grüße aus dem Garten 😀

  3. Ja, es besteht Hoffnung, dass das alles aufhört. Ich kenne niemanden, der sich mit 30 noch kreischend auf den Boden wirft

  4. bei liebeskummer ist übrigens auch bewährt: viel schoki oder eis, gemeinsam über doofe jungs lästern, das kind schminken (zumindest wenn es ein mädchen ist), star-fotos machen….All das zauberte wieder ein lächeln auf das traurige gesicht des elfenmädchens

Na?! Was sagst Du dazu? Hau rein in die Tasten!

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