Abenteuer Roadtrip: Camping in Deutschland – 1. Station NaturCamping am Ellbogensee

In Berlin stehen vor Unwetter die U-Bahnhöfe voll Wasser, Keller sind geflutet, Straßen gesperrt… wir fahren am nächsten Tag los in den Urlaub… nicht mit dem Flieger weg von den Fluten, nein, zum Zelten vor den Toren des verwüsteten, wasservollen Berlins in den Wald. Heißt ja erstens nicht, dass die Unwetter weiter wüten und zweitens heißt es nicht, dass (nur) 100km entfernt alles bestens und sonnig ist. Eine untrübliche Optimistin packt die Familie ein und stürzt sich ins Abenteuer.

Viel Zeit haben wir nicht, aber ein neues Zelt, einen coolen Reiseführer, Abenteuerlust, begeisterte Kinder und ein vollgestopftes Auto. So vollgestopft, dass ich als Beifahrerin zwei schwerste Rücksäcke auf meinem Schoß platzieren darf, die Beine eingefaltet zwischen den anderen 35 optimistisch gepackten T-Shirts.

Erste Station: NaturCamping am Ellbogensee

Wir bauen erstmalig unser Monsterzelt auf (3 Zimmer, Küche, Terrasse, Panoramafenster und Klimaanlage). Mehrere Camper fragen schon, ob wir denn nicht Hilfe bräuchten. Wir sehen wohl recht planlos aus. Bauen wieder ab, wieder auf, wieder von vorne, wieder anders, Gestänge verknoten sich, Kind eins spielt unter der Plane verstecken, Kind zwei sortiert die scharfen Küchenmesser neu im „Küchenkorb“. Das Zelt hat so rund 15qm, die Anleitung zum Aufbau ist kleiner als meine Handfläche. Ohne Worte oder? Keine Bildchen, keine Piktogramme, nur halbe Sätze. Wir puzzeln uns das Monster am späten Nachmittag in der Abendsonne zusammen, eineinhalb Stunden. Sehen dabei bereits die ersten tiefschwarzen Wolken.

Das Haus steht, wir, frei wie man sich nur fühlen kann. Dann die Mutprobe:

In der Nacht kommt das heftige Gewitter mit Blitz, Donner, von rechts eine schwarze Wand, dann von links eine schwärzere Wand, dann natürlich direkt über uns die Ausgeburt des Bösen Unwetters. Wir zählen zwischen Blitz und Donner die Sekunden: eins, zw… Krawummmm. Oooooookay. Wir hocken hier mit zwei Kleinkindern im Wald, am Ende eines kleinen Bergs (wo das ganze scheiß Wasser runterdonnern kann), das stärkste Gewitter aller Zeiten direkt über uns. Es ist vom heftigen Regen auf der Zeltplane so laut, dass man fast brüllen muss, um sich zu verständigen und wir zählen Blitz und Donner. Aha. Na gut. So ist das halt beim Abeneuerurlaubern. Die untrübliche Optimistin ist ja dabei, das geht dann also alles klar und morgen scheint die Sonne. Prasselprasseldonner krawummm taghell krawumm. Ähhh, das ist nur so ein bisschen Stoff zwischen uns und der Hölle da draußen. Hmm, geschlafen wird wohl erstmal eher nicht.

Fortsetzung folgt.

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