Die Glitzerstadt Las Vegas

Las Vegas

Das war der totale Wahnsinn. Reizüberflutung komplett. Bring bling hier, Glitzer blitzer dort, eine Achterbahn auf dem Hotel, donner wrrronner, unendlich viele Schriftzüge und Werbung. Reiner stellt fest: „Du hast schon lange nichts mehr gesagt.“ Mir fallen die Augen mit einem lauten Plumps immer wieder raus. Ein Hotel so groß wie eine Stadt. Ich habe den Eifelturm gesehen, ich war in Venedig und habe singende Gondoliere gesehen. Ich habe auch das Colloseum gesehen, zwei Piratenschiffe und ich war in New York. Sogar drei Wasserfällen bin ich begegnet.

Überall Musik, überall Menschenmengen, es gibt überall monströse Bildschirme mit leckeren Pizzen, tanzenden Mädchen in einer Show, einem saftigen Steak oder einem Cocktail.

Auch jede Menge Obdachlose, Freaks, Drogenabhängigen kreuzen meinen Weg. Dann geht die Sonne unter. Die Abenddämmerung ist bezaubernd schön.

  Als es dunkel wird, geht das Lichterfest erst richtig los. Die Augäpfel machen Plumps Plumps. Ich war im Victorias Secret. Ein kleiner kugelrunder schwuler Verkäufer fand mein Tragetuch toll und wollte auch eins für seinen Hund haben. Im Aufzug begegnet uns eine freundliche Gangstergang. Einer der Typen hat vier ausgemalte Tränen an den Augen tätowiert – hat also vier Menschen umgebracht. Beim Aussteigen singt er zum Schnulzlied Maria mariaaaaa von Santana. Und wir alle lachen.

Die Casinos sind von Daddelautomaten beherrscht.    Reiner bekommt von mir den Auftrag, die 70$ für unser Burgerabendessen wieder reinzuspielen, während ich schon mal aufs Zimmer gehe und die Kinder bettfertig mache. Aufregenderweise schafft er es mit dem Einsatz von nur 1 (!!!) Dollar auf eine Zahl am Roulettetisch 35 Dollar reinzuspielen! Stellt euch vor, er hätte zwei Dollar gesetzt, oder fünf ooooooder 1.000. Es war wohl allerdings so aufregend, dass er bis auf seinen Einsatz alles wieder verspielte und mir diese Geschichte erzählend dann schnell wieder im Zimmer stand.

Ich bin völligst erledigt, kann das Gesehene gar nicht glauben und schaffe es nicht mehr ins Casino, sondern nur noch ins 2,10m breite Bett.

(Ab nachts um 2h hatte ich für rund zehn Stunden Migräne bzw. zumindest ganz ordentliche Kopfschmerzen. Als Zitronenernterin und Zuckergussherstellerin habe ich offensichtlich den ganzen Glitter nicht verarbeiten können.)

Das urgemütliche 2,10m Bett war in der Toskana (Tuscany Suites)! Alles an einem Tag!

Erzähl´s weiter!

0 Gedanken zu “Die Glitzerstadt Las Vegas

  1. Hoffentlich gehts dir besser, denn das hotel mit den haengenden swarowski-glitzer-glittersteinen blendet einen. Wenn ihr das hotel findet, dort kann man sich naemlich ganz schoen verlaufen

Na?! Was sagst Du dazu? Hau rein in die Tasten!

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