Pacifica Beach

Ein Fitzelchen Sonne macht sich am Himmel breit. Alle M’s stürmen raus. Auto mit Buggy parkt ewig weit weg. Also werden Kinder und Einkaufstüte – mein bestellter Rucksack war nämlich nix –  geschultert. Der Packesel flitzt den Berg hoch, wir sind spät dran.

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Müdigkeitsfalten hä? Immer in Bewegung bleiben!

Erst in die Bibliothek hier um die Ecke zum Story Tales. Da habe ich mich aber im Tag geirrt. Die Bibliothek hat zu. Zu so vielen Storytellings, Story Tales und weiß der Kuckuck wo ich überall hingehe, da bringt mein Hirn schon mal was durcheinander. Dann schnell zum Spielplatz, damit wir weiter draußen bleiben und Sonne tanken können. Erst kein Kind weit und breit. Dann erbarmen sich bei der Sonne doch ein paar Nannies mit ihrer Brut. Nach gefühlt unendlichen vielen Stunden auf dem Spielplatz trifft es mich wie ein Blitz, es steht fest: Ich langweile mich zu Tode. Das alleinige Muttersein muss ein Ende haben, am besten jetzt. Trotz Aussicht auf San Francisco Downtown, Sonne, fast T-Shirt-Wetter, finde ich es sterbenslangweilig. Gut, jetzt sofort ist nichts am alleinigen Muttersein zu ändern, aber ein Ortswechsel lässt sich doch immer arrangieren! Neues entdecken! Was steht noch auf meiner das-will-ich-entdecken-Liste? Pacifica Beach! Kinder wieder geschultert und den Berg runter getragen.

Surfer ohne Ende! Wellen ohne Ende! Da dotzen sie auf den Wellen hin und her, es macht so Spaß ihnen zu zuschauen. Malea schläft, da ist ein Berg. Da ist sogar ein Weg, ach nein, noch viel besser ich laufe erst ganz lang am Strand Richtung Berg entlang. Unzählige Vögel, ganz viel Natur, am Strand ein toter Krebs aus dem Pazifik, der ist mal wieder ganz BIG. Größer als mein Fuß. Ein verrückter Schatzsucher begegnet mir. Er ist so vertieft in seiner Suche, dass er durch eine Welle schließlich kniehoch im Wasser steht und zu spät  wegspringt. Zwei Stunden später ist er mit nasskalten Turnschuhfüßen allerdings immer noch am Suchen.

Da ist der Berg. Joaaa der Weg geht da lang und ahhh da ist ja noch ein Querfeldeintrampelpfad. Natürlich nehme ich den Trampelpfad an einem kleinen Bach entlang. Auf matschigen, steilen Untergrund kämpfe ich mich mit dem Buggy über Wurzeln. Weit und breit mal wieder keiner. Ist ja nicht mehr weit. Schieb, drück, schnauf, schieb, Räder verhaken, drück, Wucht, Zähne zusammen beißen, schnauf, dat Ding muss doch da hochzukriegen sein (ohne das wir in den Abgrund stürzen). Ob ich wohl lernfähig bin? Ich bleibe stehen, genieße die Aussicht, das Wellenrauschen und die Ruhe.

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pacifica beach

Dann kehre ich zur Abwechslung um. Ich hätte es schlichtweg nicht weiter auf dem Trampelpfad hoch geschafft. Ich schleife den Buggy durch den Sand und gehe zum normalen Weg und den Berg hoch. Oben auf dem Berg ein Foto gegen die Sonne in die eine Bucht und auf der anderen Seite ein Foto mit der Sonne in nächste Bucht hinterm Berg. Ist doch einfach herrlich hier!

 

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