Kinder im Kiez – der Marathon zur Betreuung

Kinderbetreuung? Das ist doch alles komplett, komplett verrückt hier in Berlin! Seit zwei Jahren stehen wir mit zwei Kindern, damals war das zweite Kind noch gar nicht geboren (!!!), auf 4 Wartelisten von verschiedenen KiTas. Bei einer Liste sind wir rausgeflogen, weil ich mich „nicht alle zwei Monate gemeldet und Interesse bekundet habe“ (Hä?! Ja, so ist das hier). Bei einer weiteren KiTa, bzw. einer Gruppe, mit zwei KiTas, bin ich von der Warteliste einfach verschwunden, obwohl ich dabei war und gesehen habe, wie unser Name eingetragen wurde. Ich hatte allerdings auch vier verschiedene Ansprechpartner in zwei Jahren.

Das System an sich ist schon ein Witz: Riesenmappe, mit Unterlagen beim Jugendamt einreichen, mit einmal komplett den gesamten Haushalt nackig machen, inklusive verrücktester Bestätigungen, Stempel usw. von Arbeitgebern. Also wirklich solch ein großer Stapel, dass ich einen extra großen große-Stapel-umfassenden-Briefumschlag kaufen musste. Dann ein Schrieb, was denn alles nachgereicht werden muss (ich musste einen Schrieb nachreichen, weil ich ein pdf aus dem Internet geladen und ausgefüllt hatte, auf dem inhaltlich exakt das drauf stand, was die wollten, es hatte aber eine etwas andere Aufteilung auf der Seite, wie das Exemplar, was sie dann nachträglich geschickt haben. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Jetzt regel das mal von Kalifornien aus…). Danach wird ein KiTa-Gutschein ausgestellt… Wartelisteneintragung bei sämtlichen KiTas… nach mündlicher Zusage KiTa-Gutschein zur KiTa… Vertragsunterzeichnung in der KiTa… vor KiTa-Antritt Arzttermin.

Jetzt überlegt mal, wie viele Leute daran beteiligt sind, das EIN Kind in der KiTa spielen gehen darf? Weiterlesen

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10.30 Uhr in Deutschland: Mutteralltag

Es ist 10.30 Uhr. Mehr als ein halber Arbeitstag, wenn ich in meiner normalen Arbeitstagbilanz von vor drei Jahren rechne. Ein HALBER Arbeitstag von früher und es ist gerade mal halb elf!!! Da hab ich sonst die Mails gecheckt, ein paar Telefonate geführt, hatte einen Termin…und ansonsten ein Tässchen Tee, warm (!), getrunken. Was liegt jetzt, Mutteralltag heute, bereits hinter mir? Um fünf wurde ich aus dem Bett gejagt. Zwei Maschinen Wäsche (die sich bereits seit zwei Tagen anklagend auf unserem Esstisch stapeln) zusammengelegt, eine Wäsche ist noch im Trockner, eine weitere Waschmaschine läuft. Zwei Ladungen, die mir also noch bevor stehen *nackenhaare stellen sich hoch* oder *duck und weg einfach ignorieren*. Wer produziert nur diesen ganzen Dreck? Endloser bis in die Endlosigkeit sich ausdehnender Schlabberdreck. Ein Brot habe ich als Unterhaltungsprogramm mit meiner Tochter gebacken. uhhhhhhh, ich habe Brot gebacken… als Unterhaltungsprogramm…uhhuhhhuhhhh. Weiterlesen

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Bester Spielplatz der Stadt – Teil 2: Der Bauernhof

Meine kleine Anti-Stadtspielplatzreihe setzt sich fort. Teil 1 gab es hier (klick). Es ist sooooo nervig, ständig auf dem Spielplatz abzuhängen, nur weil es am Praktischsten erscheint. Kann man ja auch mal. Aber sich i.m.m.e.r um den eiiiiinen blauen Eimer zanken, weil der rote total doof ist und eine Herzattacke bekommen, weil die wild schaukelnden Kinder andere vorbeirennende Kinder fast umnieten. Also suche ich auch unter der Woche, am Wochenende aber erst recht, andere outdoor Abenteuer. Am tollsten und einfachsten ist das natürlich, wenn man eine Freundin mit einem Pony hat – boa bin ich ein Angeber. Jaahaaa, so eine Freundin wünsche ich jeder Mama. Warum wird Pony, eigentlich „Pony“ geschrieben, aber nicht Poooony gesprochen? Man sagt doch Ponnnny, kurz und knackig. Naja egal. Falls man diese Freundin mit Ponnnny nicht parat hat, gibt es aber trotzdem in jeder Stadt oder stadtnah Bauernhöfe, Reiterhöfe oder Wiesen, auf denen Kühe und dergleichen rumstehen. Man muss sich halt nur mal aufraffen, den Hintern ins Auto schwingen und los geht´s. Ich war mit den Kindern, ich glaube fünf oder sechs Stunden dort. Die ausgeglichendsten Kinder der Welt, sieht man von meiner Heuschnupfenrotznase ab, die entspannteste Mama der Welt. Nächste Woche bin ich wieder da und ich Stadtkind nehme dann ein Anti-Rotznasen-Pillchen ein und dann ab dafür! Weiterlesen

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Mom mit Superheldencape

Aufregende Zeiten, es ist kaum zum Aushalten! Ich übe mich wegen hochschwangerer Freundin gerade mit drei Kindern, wovon zwei enorm zänkisch sind und ich ernsthaft an meinen Erziehungsmethoden zweifle. Hab ich das gelernt? Nein. Werde ich dafür bezahlt? Nein. Hab ich mit dem Kinderdingens einen Führerschein? Nein. Am Ende sind die drei kleine Versuchshasen, an denen alles augetestet wird und im Grunde nichts funktioniert. Huhn oder Ei? Was war zuerst? Liegt es an mir oder den Dreien?

Dann betreibe ich enorme Recherchearbeit für das Bloggetippsel! Auch kaum zum Aushalten in welch Abenteuer ich mit den Kindern springe, um mich waghalsig in der Tauglichkeit der Dinge und Unternehmungen für Euch zu testen. Riskant, tierisch wild, gefährlich, stinkig und gleichzeitig mit der Machete um mich schwingend, um Futter zu jagen und abends noch fix ein Do it Yourself Projekt auszuprobieren. Da kommt noch was! Macht Euch gefasst. Den halben Dschungel habe ich heute in mein Weidenkörbchen geladen. Eindeutiger Cliffhanger ohne Umschweife, dieser Blogpost hat ja auch schließlich wenig substantiellen Inhalt. Weiterlesen

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Bester Spielplatz der Stadt – Teil 1: Der Wald

Spielplatz und nochmal Spielplatz und morgen auch wieder Spielplatz. Für mich, ganz ganz ehrlich, es gibt nichts Sterbenslangweiligeres als der Besuch auf dem Spielplatz. Wenn man sich die Eltern dort genau anschaut, ich bin da sicher nicht die Einzige zu Tode Gelangweilte. Gut das erste Jahr ging noch, da ist alles aufregend mit Kind. Aber jetzt in Jahr drei, puhhhhh, ööööde. Manch einer mag vielleicht nicht solch eine Aversion haben wie ich, Kinder sind in KiTa und man huscht am Nachmittag als Highlight zu Schaukel und Wippe. Das macht sicherlich Spaß. Ich als (mittlerweile bin ich mir des Wahnsinns bewusst) staying home mom, gehe gut und gerne den gesamten Vormittag auf den Spielplatz, um anschließend ebenfalls den gesamten Nachmittag auf dem Spielplatz zu verbringen. Montag, Dienstag, ach was machen wir Mittwoch, richtig auch Spielplatz usw.. Auch das Spielplatz-Hopping macht es nicht besser. Sand hier, Sand da, Klettergerüst da, Herzinfarkt fall da bitte nicht runter, ja toll gemacht…stöhn, es macht mir einfach nur mäßig Spaß. In Kalifornien hatte ich das Glück des ständig guten Wetters, die unsterbliche Spielplatz-Langeweile hat mich allerdings auch da überfallen und ich traf eine Entscheidung: so wenig wie möglich ebendiese Sandarenen zu besuchen.

Spielplatz mag in der Stadt zunächst als die leichteste und einfachste Lösung erscheinen. Ist man wie ich aber komplett genervt von der stressigen Gesamtsituation von diesen Spiel- und Fightarenen („Wuääää das ist aba meine Schaufel!!!“), kommt hier nun meine kleine Reihe an alternativen Vorschlägen! Tufftäää tufftääää tufftääää: Teil 1: Der Wald! Es ist so leicht! Das ist kaum zum Aushalten wie simpel das doch ist. Selbst eine kurze Autofahrt lohnt sich allemal. Vielleicht ist auch ein Park mit Büschen und Bäumen in der Nähe, das tut es auch.Plänterwald Berlin Ausflug Kinder

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