Herbert

Herbert ist uralt, Herbert stinkt, spukt, ist laut, macht nicht sauber und pinkelt den Boden nass. Dieser scheußliche Küchenhelfer ist zudem auch noch winzig klein, hat kein Besteckfach. Ich muss an zig Sachen denken, wenn ich ihn anschalte. Und Denken funktioniert grade nur im Standby. Außerdem ist Herbert gefährlich. Gemeingefährlich.

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Erstes Aufwachen in der großen Stadt

Alle haben gut geschlafen, ich heute Nacht mal eine Stunde über Gott und die Welt und unsere Mausefamilie im Speziellen sinniert. Das Bett ist wieder kleiner, bisher ohne Tiere, die Nachbarschaft ist ruhig, der Kühlschrank und die Abstellkammer voller Zitronen. Ich habe wieder eine eigene Waschmaschine und eigenen Trockner! Und der absolute Luxus – falls ich das Gerät mit abenteuerlichem auf Rollen drehen und an den Wasserhahn anschließen zum Laufen bekomme – einen kleinen GESCHIRRSPÜLER!!!

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Cowboy-Cottage

IMG_5603Das ist hier so ne richtige Männerbude! Dylan, unser Ansprechpartner und Vermieter, hat hier offensichtlich drin gewohnt. Er ist der Sohn, der sich darum kümmert, dass das hier alles immer mal wieder vermietet ist. Da steht auf dem Nachttisch eine mittelgroße schwarze Mag-Light und neben dem Fernseher nochmal eine riesige Taschenlampe von Makita. Der Papa ist Bootsbauer und baut in der Garage nebenan Boote und allerlei anderes. Dem habe ich heute mal direkt zwei Liter Zitronenlimonade mitgegeben, ich glaube, er hat sich wirklich gefreut. Bei einem Bootsbauer und Dylan, offensichtlich ein Hobbyoldtimerschrauber, sind die Holzbretter zum Essen, also keine Brettchen, sondern echte Bretter aus einem kompletten Baum. Gefällt mir alles wahnsinnig gut, würde ich am liebsten alles mit in den Koffer packen beim Auszug.An der Wand hängen Lasso und Cowboystiefelspikes, Zeitschriften von Booten, Fotos von Booten, Männerrasierpinsel. Auf dem Klo, direkt nicht nur Streichhölzer, sondern ein Stück Holz zum Ankokeln auf der Toilette, wenn es mal stinkt. Um das Licht im Klo anzumachen, muss man an einem von der Decke baumelnden Golfball ziehen.

Der Messerblock ist sehr reich bestückt, die Grillkohle stapelt sich in der Küche, für Steakmesser gibt es extra einen zweiten Messerblock. An Dosenöffnern, Korkenziehern, Flaschenöffnern usw. mangelt es nicht.

Hier wird Wasser aus dem Heiniken Glas getrunken, gegessen wird auf Barhockern und auch Malea mimt bereits beim Frühstück den Affen. Alles sehr maskulin geprägt. Hinter ihr seht ihr den großen Pool-Tisch. Rechts davon steht auch die antike Waschmaschine – sie läuft bereits zum Frühstück – Juhuuu!

Sehr vieles ist selbst gebaut: die komplette Küche, Regale, sogar Untersetzer für Töpfe. Die Küche ist wunderbar ausgestattet, muss nur einiges an abgelaufenen Lebensmitteln wegschmeißen (Männerbude halt).

Das Bett ist wieder etwas kleiner, das Schlafen ist wieder enger, aber Haufenschlafen mögen wir und normalerweise liegen ja auch noch zwei Katzen obendrauf. Die erste nach amerikanischem Vorbild gekochte Limo war schon recht gut. Die zweite hat mir besser geschmeckt. Das ist noch ausbaufähig.

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