The Beach und die beachboys

Ich allein mit zwei Kindern, eins brüllend, weil Mama ja so unendlich weit weg von der Rückbank, das andere brüllend „leithe leithe leithe“ (übersetzt leise), weil Kind 1 brüllt. Herrliche Autofahrt, schleichend durch den Oakland-Verkehr, brüll brüll, Ampel rot, brüll brüll, Auto vor mir schleicht, brüll brüll, verschluckt an Luft und Babyrotz brüll leithe leithe brüll. Hach ja, ich zoome mich raus, klappe die Ohren auf Stummschaltung und fahre auf die Halbinsel Alameda – jaaaaa und da ist sie! Die erste kalifornische Palmenallee, die ich befahre und nicht nur im Fernsehen sehe. Da ja alles auf stumm geschaltet ist, genieße ich einfach und komme schon ein paar Minuten später am perfekten Kinderstrand an. Da ich fluchtartig heute früh das dunkle Loch verließ und derzeit sowieso alles vergesse, sind weder Sonnenhut noch Badehose im Gepäck. Improvisation wird allerdings aufgrund mangelnder Gehirnleistung bezüglich Organisation stetig mehr zu meiner Stärke: Maleas Kleid wird also Sonnenhut und die Windel muss anbleiben „sonst fahren wir nach Hause Malea“ (drohender Finger gepaart mit ernstem Blick).

Malea ist jetzt komplett ausgetobt, hat sich prompt mit einem blonden surferboy angefreundet. Jetzt ist sie brav in ihren buggy geklettert, wollte slaaapen. So gehe ich also lächelnd am Strand entlang, grüße all die sportlichen Jungs und zieh den Bauch ein.

0 Gedanken zu “The Beach und die beachboys

  1. Ach herrlich, gerade herzlich gelacht. Caro meine Kollegin kam um die Ecke und wollte wissen wieso ich so lache. Als sie es gelesen hat musste sie genauso lachen und lobte deinen Schreibstil 😀

Na?! Was sagst Du dazu? Hau rein in die Tasten!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.