Titel, Titel, wofür soll es denn hier nen Titel geben?

Pfingsten! Langes Wochenende. Unendlich viele Pläne: Großes Sommerfest bei Freunden, einmal Roadtrip quer durch Deutschland, Zelten mit unserem neuen Premiumzelt, Eltern besuchen, Kinder dort morgens parken und selbst lange Ausschlafen. Sonne satt, Schlaf satt, all solche ausgezeichneten Pläne. Ich in kompletter Hektik alles bereits gepackt. Dann es beginnt mit ein paar Bläschen.

Vier Stunden vor Aufbruch macht sich die Seuche breit. Kinderkrankheiten, jeder hat es mir erzählt, sie befallen die kleinen Körper, machen sie fertig, zerstören alle Pläne, insbesondere die des Sonne satt und Schlaf satt. Quarantäne, Lazarett, kein Zelt und dann noch die scheiß Eisheiligen. Pfingsten heißt in Berlin Karneval der Kulturen, Megaparty, lecker Essen, tanzende Menschenmassen. Ich soll da unbedingt hin, meint Reiner, weiß, dass ich totaler Fan bin. Mit dem kranken Wurm, der eigentlich gut gelaunt ist, aber aussieht wie ein Aussätziger, bringe ich´s nicht übers Herz. Bin null in Partylaune. Flohmarkt ist heute auch, hmmpf. Zudem bin ich noch menstrual. Mein Mann bekommt die volle Breitseite an Ausgeglichenheit, guter Laune und Harmonie in der Familie zu spüren. Wir strahlen uns förmlich alle an. Alle sind am Feiern, treffen Freunde und wir hocken in Jogginghose und zerzausten Haaren daheim. Diese Pustelbläschensache dauert wohl zwei Wochen. Um Himmels willen, ich bin nach zwei Tagen zuhause bleiben schon völlig zermürbt. Wer weiß, vielleicht veröffentliche ich in den nächsten Tagen einen Post „10 Dinge, die man mit gelangweilten Kindern in Quarantäne machen kann.“ Wie soll ich bloß die Kindergartenzeit mit all ihren Pestilenzen überleben. Was es da nicht alles gibt: Läuse, Scharlach, Schnupfen und Fieber im Prinzip den ganzen Winter hindurch – der hier in Deutschland auch so wahnsinnig kurz ist. Das mit dem Muttersein, also das hab ich mir doch etwas anders vorgestellt, insbesondere im Sommer und an einem langen Wochenende. Ich dachte eher an Achterbahn fahren, Kinderkino, knallbunte Geburtstagskuchen, Konfetti, unendlich viele Picknicks, Sommerfest mit Freunden, Zelten. Es ist zum Heulen oder wahlweise Zeit für einen hysterischen Lachkrampf. Mindestens ist es aber an der Zeit für meinen persönlichen Weltuntergang an diesem verlängerten Wochenende.

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