Der Tag beginnt

Aufstehen und aufs wacklige Klo gehen. Das ist aus den Fugen, wackelt scheppernd hin und her. Unten an den Fliesen suppt Wasser oder was auch immer raus. Wenn du da nicht aufpasst, saugt sich schön das Hosenbein voll – wie bei Regenwetter in Deutschland, nur ist das hier kein Regen. Was juckt mich denn da? Drei, vier kleine rote Punkte, Rücken, Bauch. Flöhe. Das sind bestimmt Flöhe. Die Ameisen haben mich bisher nicht gebissen, sind eigentlich ganz nette Gesellschafter.Ich muss mich in die online-Welt retten. Kaffee geschnappt, Laptop an – der ist heute ausnahmsweise mal mir, Reiner hatte ihn mit irgendwelchen Zeitänderungen allerdings auch zerstört. Internet geht nicht. War gestern schon. W-Lan von hier hat angeblich eine Zeitüberschreitung – Reiner??? Der Hausgeist also wieder. Oder die beiden haben sich verbündet. Die Ameisen bleiben meine Freunde. Ich schalte Internet übers Handy und Hotspot an. Bringt alles nichts, die Seiten laden nicht richtig. Ich packe doch lieber ohne Umwege die Strandtasche, hier scheint heute wieder die Sonne, wohingegen San Francisco im Nebel verschwindet. Handy aufladen und von unterwegs weitere Recherchen betreiben, der erste großartige Trip zum National Park steht ja schon – juhuuuu! Während ich das alles bedenke und tippe, ist Malea auf den Tisch geklettert, hat ein Weinglas runtergeschmissen, hat ihren Body mit Marmelade vollgeschmiert, tritt gerade gegen ihre zusammengestellten Musikinstrumente (Plastikbecher, Töpfe und Schachteln) und hat Milan fast den Arm ausgekugelt – fröhlich backe backe Kucheee singend. Schnell Strandtasche packen, oder?!!

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